Revue passieren lassen

Zwei Wochen nach dem Aus im Halbfinale wird es Zeit, sich einen Überblick über die Mannschaft zu machen. Wer am Ende der beste Spieler der Saison war, bleibt Euch selbst überlassen.

Andreas Jenike: Jenike hat in dieser Saison kaum Probleme mit der Rotation gehabt und eine wirklich sehr gute Saison gespielt. Mit einer Quote von über 93% schloss er die Hauptrunde als einer der besten Goalies der DEL ab. Jenike ließ im Schnitt nur 2 Gegentreffer zu und verschlecdanboyleundichhterte sich in den PlayOffs nur um 0.40 Tore pro Spiel. Doch das war in den entscheidenden Momenten einfach zu viel. Trotzdem darf man Andy Jenike nicht vorwerfen, nicht alles gegen das PlayOff Aus getan zu haben. Er wird in den kommenden Jahren mit Niklas Treutle sicherlich ein DEL würdiges Duo abgeben – und wer weiß: Vielleicht sind die beiden am Ende besser als Jenike – Reimer.

Jochen Reimer: 2200 Minuten spielte Jochen Reimer in dieser Saison für die IceTigers. Das die 475 Minuten  in den PlayOffs, die letzten Minuten seiner Karriere in Nürnberg sein werden, hätte zu Beginn dieser Saison wohl keiner erwartet. Über 795 Saves konnte Reimer den anspruchsvollen Fans präsentieren, nahm allerdings auch mehr als 75 Treffer in Kauf. danboyleundichAm Ende kommt Reimer auf drei Tore pro Spiel und einer eher normalen Quote von 90.95%. In den PlayOffs sank seine Quote tatsächlich unter die 90%, obwohl er immer wieder sehr starke Szenen hatte und die IceTigers im Spiel hielt. Vier Shutouts sind es in 39 Spielen in dieser letzten Saison geworden. Warum uns der Joker verlassen muss, ist ein bisschen unklar, da Patrick Reimer und er nicht mehr als Gegner auf dem Eis stehen wollten. So muss man aber hinnehmen, dass uns ein starker und vom Charakter her spitzenmäßiger Torwart verlässt. Vielleicht sind ihm in den letzten Spielen seine Aussagen, die er vor der Saison oft getroffen hatte, zum Verhängnis geworden.

Jochen Reimer: Wir brauchen uns nichts vormachen. Ich möchte dieser Jahr Meister werden.

Brett Festerling: Der deutsche Bernd Festerling, wie ihn Marcus Weber gerne nennt, hat eine schöne Comeback Saison in Nürnberg erleben dürfen. Festerling war in dieser Saison außnahmslos ein wichtiger Baustein in der VerteBrett Festerlingidigung der IceTigers. Das zeigt auch seine positive Bilanz (+13). Das, was man Brett vorwerfen kann, sind die vielen Strafminuten. Über 50 hat er in dieser Saison gesammelt. Allerdings muss man Festerling vorallem in den PlayOffs im Schutz nehmen.   Er musste hier oft mit Danny Syvret spielen und Syvrets teils fatal grobe Fehler ausbügeln. Während der Saison konnte er mit Jesse Blacker ein spitzenmäßiges Duo abgeben, das so hoffentlich auch in der nächsten Saison auflaufen wird.

Danny Syvret: (Nur?) 50 Mal hat er einen Schuss blocken können, nur 24 Strafminuten hat er nehmen müssen, 17 Tore hat er vorbereitet und 3 Tore selbst erzielt. Mit einer positiven Bilanz (+6) beendet Danny Syvret seine erste und letzte Saison bei den IceTigers. Und dennoch steht er viel in der Kritik. Er soll der schlechteste Spieler auf dem Eis gewesen sein, was die Verteidigungsreihen angeht. Zusammen mit Oliver Mebus ist es Danny Syvret, der zum Sündenbock geworden ist. danboyleundichDas ist nicht richtig, aber auch nicht unverdient. Syvret hatte sich (oft) bemüht, gute Leistungen zu zeigen. Syvret wurde im Laufe der Saison immer besser, war in den letzten Spielen aber wieder auf dem Niveau vom Dolomiten Cup angekommen. Für so einen Spieler sollte zukünftig keine Ausländerlizenz mehr vergeben werden, denn dafür machte er einfach zu viele Fehler und brachte auch im Überzahlspiel der IceTigers nicht mehr, als (oft zufällig entstandene) Stabilität. Da konnte auch die extrem hohe Eiszeit nicht helfen, die er von Headcoach Rob Wilson über die komplette Saison bekam.

Jesse Blacker:  (Nur?) 10 Tore sind es am Ende, die Jesse Blacker auf seinen Konto hat. Und das, obwohl er dieses unfassbare Spiel gegen den EHC Red Bull München mit einen Hattrick zu Gunsten der IceTigers entschieden hatte. Zu dem Zeitpunkt war Jesse Blacker der gefährlichste Verteidiger der Deutschen Eishockey Liga.danboyleundich Doch dann kamen über 30 lange, lange Spiele in denen Blacker nicht traf. Grund dafür waren wohl auch die Probleme mit seiner Hüfte und die Last (die auf der kompletten Verteidigung) nach dem Aus von Milan Jurcina und Colten Teubert lag.           Und dann kam er doch noch ein Mal und hämmerte den Puck zur 2:1 – Führung gegen die Augsburger Panther ins Tor. Er legte den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale und belohnte sich für die zuvor gezeigten Leistungen. Blacker ist, neben Teubert und Jurcina, einer der besten Verteidiger der DEL und damit auch der diesjährigen Mannschaft.

Oliver Mebus: Der extrem große Verteidiger machte sich gleich im ersten Saisonspiel gegen die Augsburger Panther unbeliebt. Da bringt der 206 cm große Verteidiger doch tatsächlich einfach den Puck vor unser Tor und schenkt den Augsburgern die ersten drei Punkte der Saison. Die gesamte Eishockeyfacebookfachschaft schimpfte auf Mebus, als hätte er das Ende und den Untergang der IceTigers besiegelt. Oliver MebusHat er aber nicht. Oliver Mebus hat in dieser Saison viel gelernt, vor allem an der Seite mit Milan Jurcina.           Oliver Mebus hat einen Teil der Südkurve zum Kreischen gebracht, als er dieses amüsant glückliche Tor gegen Wolfsburg erzielte.                Und Oliver Mebus beendet diese Saison mit einer positiven Bilanz. Man mag es noch nicht glauben, aber dieser junge Deutsche wird Saison zu Saison besser werden. Auch wenn er nicht das Talent ist – er wird uns helfen können.

Rob Wilson: In zwei, drei Jahren wird die Liga neidisch auf uns sein, weil wir Mebus haben.

Sasa Martinovic: Wenn einer wissen möchte, wie man diesen sonst so ruhigen Kanadier Rob Wilson auf die Palme bringen kann, sollte er bei Sasa Martinovic nachfragen. Viele Spiele musste Martinovic zu Beginn der Saison absitzenSasa Martinovic, einige mehr als sein Kollege Yasin Ehliz. Und das alles wegen einem Bericht in einer der seriösesten Zeitungen des Planeten. Doch diese Benchtime hat Martinovic geholfen, er kam stark zurück und zeigte nicht nur Rob Wilson, dass er Eishockey spielen kann.
Diese Form hielt aber leider nur bis zu den PlayOffs. Vor allem in der Serie gegen Wolfsburg machte Martinovic zusammen mit Weber häufig Fehler und musste auch deshalb erneut von der Bank aus zuschauen. Es ist also kein Wunder, das es in dieser Woche noch zur Vertragsauflösung gekommen ist. Viel Glück und Erfolg auf deinem weiteren Weg.

Marcus Weber: Marcus Weber musste diese Saison in allen Bereichen aushelfen.Marcus WeberEin Drittel in der Verteidigung, ein Drittel im Sturm, dann aber doch wieder in der Verteidigung. Es hätte nur noch gefehlt, dass er plötzlich zwischen den Pfosten gestanden hätte. Aber eins sollte Rob Wilson nach dieser Saison über Marcus Weber klar geworden sein: In der Abwehr sollte man Weber nicht mehr einsetzen. Er tut sich im Sturm wesentlich leichter. Die Fehler, die er sich ab und zu in der Abwehr leistete, waren einfach zu viel. Die nächste Saison wird zeigen, wo Weber in Zukunft eingesetzt werden wird.

Colten Teubert:  Ein Tor hat Colten Teubert in dieser Saisodanboyleundichn erzielen können und dabei freute er sich mit Patrick Reimer, als hätte er das Weihnachtsgeschenk bekommen, das er sich schon seit vielen Jahren gewünscht hat. Dieses Tor hat sich Teubert auch verdient. Teubert machte keine Fehler, räumte vor dem Tor auf und war mit Milan Jurcina der beste Verteidiger in den Reihen der IceTigers.
Die Viertelfinalserie gegen Augsburg wäre sicherlich weniger spannend geworden, wenn Teubert auf dem Eis gestanden wäre. Alle Teubert Fans sollten sich aber nicht zu früh freuen: Die Schmerzen gehören noch immer nicht der Vergangenheit an. Fällt Teubert auch in der kommenden Saison aus, müssen sich die IceTigers etwas überlegen. Ohne Teubert wird es extrem schwer.

Nichlas Torp: Was eine wertvolle Nachverpflichtung dieser Nichlas Torp war, kann man nicht in Worte fassen. Keinen Zweikampf verloren, keinen Fehlpass gespielt, keinen Moment an der Bande ausgelassen. danboyleundichNichlas Torp ist so unglaublich stark gewesen, integrierte sich schnell in das Team und versuchte alles um die Ausfälle von Jurcina und Teubert zu kompensieren. Das gelang ihm auch größtenteils sehr gut. Torp würde sehr gerne in Nürnberg bleiben – es wäre schade, wenn sich die IceTigers auf keine Vertragsverlängerung einigen könnten.

Milan Jurcina: Milan Jurcina schießt und alle gehen in Milan JurcinaDeckung. Milan Jurcina kommt und alle weichen aus. So sah das meistens auf dem Eis beim Gegner aus, wenn Milan Jurcina seine 115 Kilo auf sie zubewegte.
Bei Milan Jurcina kann man nicht viel sagen, außer das sein Ausfall den IceTigers sicherlich das Weiterkommen in die Finalrunde gekostet hat (wenn Teubert auch nicht ausgefallen wäre). Umso erfreulicher ist zu wissen, dass Jurcina in der nächsten Saison wieder auflaufen wird und alle gegnerischen Spieler vor dem eigenen Tor wegräumt.

Brandon Prust: Die fliegenden Fäuste gegen Wolfsburg. So wurde Brandon Prust von Stadionsprecher Christian Rupp bei den beiden letzten Halbfinalheimspielen angekündigt. Doch Brandon Prust waren mehr als die fliegenden Fäuste. Brandon Prust ist ein Spieler, mit einen sehr starken Charakter. Er war immer für seine Mitspieler da und beschützte sie in den nötigen Situationen. danboyleundichEr brachte die ausverkaufte Arena zum Kochen, als er David Wolf zeigte, wer in Nürnberg das Sagen hat. Doch Prust erzielte auch viele schöne und wichtige Tore, fand in David Steckel und Marco Pfleger nahezu perfekte Mitspieler. Ein Faktor, der wohl auch dazu führt, dass wir Brandon Prust nicht mehr im Trikot der IceTigers sehen, sind die deutschen Schiedsrichter. Prust hat sie nach der Saison deutlich kritisiert, nachdem sehr viel gegen ihn gepfiffen wurde, obwohl er nur seine gesunde Härte ausspielen wollte. Neben einigen guten Fights, bleibt Brandon Prust als Spieler mit ganz speziellen Charakter in Erinnerung – ein Verlust für die IceTigers.

Moderator Telekom Eishockey: Brandon Prust zeigte auch, dass er nicht nur hart sein kann, sondern auch das Händchen für Feines hat.

Patrick Reimer: Oh Captain, my captain. Was hat dieser Spieler für diese Mannschaft geleistet, was hat er reingehängt? Für alle die es nicht wissen – alles. Über 240 geblockte Schüsse, knapp 300 Schüsse aufs Tor und eine deutlich positive Bilanz (+14). Das war aber noch lange nicht alles, was diese Legende zu bieten hat. danboyleundichWie wäre es mit nur 18 Strafminuten, 1.04 Scorerpunkte pro Spiel, einer Schusseffizienz von 12 Prozent? Von 31 Toren waren 6 in Überzahl, zwei in Unterzahl und vier ein Gamewinner. Das Patrick Reimer, der sicher beste Spieler und Kapitän der DEL, diese Saison sein 300. Tor machen konnte ist kein Wunder. Das man Patrick dabei kaum auf dem Eis gesehen hat, auch nicht. Patrick Reimer ist da, wenn es nicht läuft und wenn die Mannschaft ihn braucht. Wenn es sein muss, steht er da und schießt das Tor. Dafür eine tiefe, sehr tiefe, Verbeugung my captain!

Andrew Kozek: Die Saison bei uns in der DEL hat sich AAndrew Kozekndrew Kozek sicherlich anders vorgestellt. Die EBEL ist am Ende aber doch etwas anderes als die DEL.
Dementsprechend konnte Andrew Kozek auch nicht so oft scoren, wie er es in der EBEL tat und das machte seinem Wohlbefinden in Nürnberg ganz schön zu schaffen. Am Ende waren es doch 30 Scorerpunkte und eine beachtliche Schusseffizienz von 17 Prozent. Trotzdem wird Andrew Kozek nicht bleiben und von Petr Pohl ersetzt. Seine Tore gegen Gustav Wesslau waren Gold wert – an dieser Stelle: „Alles gute für die Zukunft Kozy!“

Patrick Buzas: Ein starker Saisonstart, eine Verletzung und der große Sturz. So kann man Patrick Buzas’s Saison in Nürnberg beschreiben. Er war schnell auf dem Eis unterwegs, hat leidenschaftlich gekämpft – aber keine Tore geschossen. Zwei Scorerpunkte hatte der gebürtige Augsburger am Ende der Hauptrunde auf seinem Konto. danboyleundichDas wäre nicht so schlimm, wenn man dann seine PlayOff – Bilanz unbeachtet lassen würde. Kein Tor, kein Assist, eine deutlich negative Bilanz (-6). Buzas waren die PlayOffs zu viel. Er konnte seine vierte Reihe leider nicht mehr gut anführen. Da muss sich im Sommer etwas tun. Für ein Team, dass sich in den nächsten Jahren in den TOP 4 der DEL etablieren wird, zeigte er leider zu wenig.

Nordbayern.de: Als Anführer der schwachen vierten Reihe war er in den Playoffs überfordert.

Brandon Segal: Brandon Segal ist ein Kämpfer Brandon Segalund ein verlässlicher Scorer.
Brandon Segal hat in vielen (schon fast verlorenen Spielen) nie das Kämpfen aufgehört und (nahezu) immer alles gegeben, was er konnte. Das wurde auch mit 38 Scorerpunkten belohnt und einer sehr positiven Bilanz.
Segal sollte man unbedingt in Nürnberg halten. Er hätte sich eine Vertragsverlängerung sicher verdient. Außerdem darf man Segals Unterzahltore nicht unbeachtet lassen – drei an der Zahl waren es am Ende auf seinem Konto. Unter anderem auch ein sehr relevantes, im verrückten After Work Hockey Heimspiel gegen Iserlohn.

Steven Reinprecht: 40 Jahre und trotzdem besser als die meisten Spieler in der DEL. 40 Jahre und trotzdem mehr als 65 Scorerpunkte auf dem Konto. Das ist Steven Reinprecht. Ein Spieler, zu dem man nicht viel schreiben braucht. Kritisieren kann man diesen Eishockeygott nicht. Steven ReinprechtAlle Fans und Funktionäre der IceTigers können sich glücklich schätzen, dass er ein weiteres Jahr für die IceTigers stürmt und seinen Kollegen Patrick Reimer beim Kampf um den großen Titeltraum unterstützt. Umso verwunderlicher ist das (fast schon erschreckend) lange Warten der IceTigers gewesen, nachdem Steven Reinprecht verkündet hatte, dass er noch ein Jahr spielen möchte. Hier hätte man nicht eine Sekunde überlegen dürfen. Reinprecht schloss diese Saison mit einer beachtlichen Bilanz (+22) ab. Gut, dass die beste Reihe der DEL (Ehliz – Reinprecht – Reimer) erhalten bleibt.

David Steckel: Und der nächste Eishockeygott in den Reihen der THOMAS SABO IceTigers. Bevor man über David Steckel urteilt, sollte man sich bewusDavid Steckelst machen, dass er noch ein Jahr in Nürnberg bleibt. Das ist unglaublich wichtig. Auch wenn David Steckel dieses Jahr nicht seine beste Saison spielte und auch in den PlayOffs schwächere Phasen erwischt hat, ist er Gold wert.
David Steckel hat diese Saison nicht mehr so viele Tore geschossen, hat aber eine noch bessere Bilanz, als beispielsweise Steven Reinprecht (+30). Dazu kommen fünf Gamewinning – Tore, 1 Unterzahltor und ein Tor in Überzahl. Über 40 Scorerpunkte hat der 1.96 Meter große Stecks auf dem Konto. Ob es die harte Arbeit im Penalty Killing, die unglaublich gute Zusammenarbeit mit Marco Pfleger und Brandon Prust in den PlayOffs, oder die immer wieder versteckten Stockstiche gegen den Gegner waren – David Steckel hat dieser Mannschaft viel gegeben und entscheidend dazu beigetragen, dass es die IceTigers erneut ins Halbfinale geschafft haben.

Yasin Ehliz: Yasin Ehliz. Ein weiterer Teil der nahezu perfekten Paradereihe (Patrick Reimer – Steven Reinprecht – Yasin Ehliz). Yasin Ehliz war in dieser Saison einer, der immer trifft, wenn es nötig war. Yasin EhlizEhliz hat schon vom ersten Spiel in den PlayOffs gegen Augsburg an gezeigt, dass er bereit ist, diese Meisterschaft nach Nürnberg zu holen. Auch wenn die Mannschaft von der Rolle war, war es Yasin Ehliz, der einen Check fuhr, der sich reinhängte und mehr als nur 100% gab. Belohnt wurde er dafür auch: 21 Tore, 39 Assists und somit auch unglaubliche sechzig Scorerpunkte. Es ist schon fast bedrohlich, dass Yasin Ehlizs Vertrag nächstes Jahr ausläuft. Es bleibt zu hoffen, dass man sich mit ihm über einen Verbleib bei den IceTigers einigen kann. Dieser junge Mann ist einer der besten Stürmer der Liga.

Rop Schremp: Was waren das für komisch schlechte erste Spiele, die Rob Schremp im „Cage of the IceTigers“ vorführte? Schüsse aus den unmöglichsten Positionen, arrogantes und kontinuierliches Dauerklopfen auf dem Eis und alle waren sich sicher: Dieser Schremp ist der Fehleinkauf dieser Saison. danboyleundichZu diesem Zeitpunkt toppte Rob Schremp den Shitstorm von Syvret und Mebus auf Facebook und überzeugte niemanden. In sieben Spielen brachte er es auf nur drei Assists und kein einziges Tor. Doch was passierte dann? Er holte den Tiger aus dem Käfig, machte das Überzahlspiel der IceTigers zum gefährlichsten aller in den PlayOffs spielenden Teams und schaffte in 12 Spielen (mit 1.06 Scorerpunkten pro Spiel) 13 Scorerpunkte auf sein Konto zu verbuchen. Es ist ohne Frage sehr schade, dass man Rob Schremp keinen Vertrag für die kommende Saison angeboten hat.

Marco Pfleger: Endlich! Endlich! Endlich! Marco Pfleger hat endlich den nächsten Schritt geschafft. Lange war er in der HauptrundeMarco Pfleger das schwächste Glied auf dem Eis, doch dann platzte der Knoten – und zwar zur richtigen Zeit.
Ob Augsburg oder Wolfsburg, beide Teams werden sich noch lange an Marco Pfleger erinnern. David Steckel, Marco Pfleger und Brandon Prust zauberten in den PlayOffs starke Situationen aufs Eis und brachten die IceTigers oft ein Schritt näher ans nicht erreichte Finale. Wenn Pfleger im nächsten Jahr so weiter macht, wird das seine bis dato stärkste Saison in der DEL werden.

Vladislav Filin:  До свидания Vladislav! Filin kVladislav Filinam nach Nürnberg, um mehr Eiszeit zu bekommen. Doch die hat er bei den IceTigers auch nicht gefunden.
Filin hat keine schlechten Spiele gezeigt, allerdings ist er für die DEL und für eine wirklich starke Eiszeit noch deutlich zu schwach. Wenn sich Filin in der DEL durchsetzen möchte, muss er sich bei einen Verein durchbeißen. Die THOMAS SABO IceTigers werden es auf alle Fälle nicht sein. Dieser Spieler hat viel Talent, doch keine Geduld.

Marius Möchel: Der Bürgermeister von Nürnberg schießt die THOMAS SABO IceTigers mdanboyleundichit ins Halbfinale. Was war das für ein wichtiges Tor, dieses 5:3 gegen Augsburg? Das siebte Spiel war durch, die IceTigers führten mit 4:1, verloren dann aber den Vorsprung und mit einem Schlag war es nur ein 4:3. Doch dann verwandelte Möchel diese eine Möglichkeit und brachte ganz Nürnberg in die Halbfinaleuphorie. Dieser Moment wird vielen Fans in Erinnerung bleiben. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Möchels vierte Reihe in den PlayOffs eigentlich gnadenlos untergegangen ist. Der Wille, die Leidenschaft und die Kampfbereitschaft aus der Hauptrunde hat einfach nicht gereicht. In der vierten Reihe muss sich im Sommer viel tun, sonst werden den TOP Reihen auch in den nächsten PlayOffs zu früh die Körner ausgehen.

Philippe Dupuis: Endlich haben wir ihn. Die IceTigers mussten lange suchen, um einen solch guten Center zu finden. Um einen Spieler zu finden, der Reinprecht fast problemlos ersetzen kann, wenn es zum Karriereende von Steven Reinprecht kommen sollte.danboyleundich Für die nächste Saison können sich die IceTigers darüber freuen, einen zweiten (dritten) Top Center in den eigenen Reihen zu haben, der auch in den PlayOffs keinen einzigen Zweikampf auslassen wird. Glauben Sie nicht? 36 Scorerpunkte in der Hauptrunde, eine durchgehend positive Bilanz, kaum verlorene Kämpfe an der Bande. Das ist Philippe Dupuis – der zweitbeste Center der THOMAS SABO IceTigers.

Leo Pföderl: Drei Gamewinning – Goals, eine Schusseffizienz von 12.34 %, eine unglaublich gute Bilanz (+18), nur 18 Strafminuten, knapp 200 Schüsse, 48 Scorerpunkte und dann das: Erstes PlayOffspiel und Saisonende. Wie bitter das ist, muss allen spätestens hier klar werden. danboyleundichWie sehr den IceTigers geschadet hat, dass der Stadionsprecher bereits nach Philippe Dupuis den Co – Coach Mike Flanagan ankündigte, wurde spätestens in der Halbfinalserie klar. Den Ausfall von Pföderl konnte das Team gegen Augsburg noch wegstecken, gegen Wolfsburg hätten wir diesen Leo Pföderl sehr gebraucht. Leo Pföderl hat sich extrem stark entwickelt und wird in der nächsten Saison wieder viele Tore erzielen. Und darauf lege Ich mich fest: In einem Jahr, wenn hier der nächste „Bewertungsblog“ verfasst wird, hat Leo Pföderl erneut 50 Scorerpunkte auf dem Konto (und vielleicht noch eine goldene Medaille auf der Brust).

Neben den Spielern, die fast immer im Line up standen, sollten wir unsere Rookies nicht vergessen. Auch die jungen Spieler verdienen sich ihren Eintrag in diesen Blog:

Valentin Busch: Einen darf und sollte manValentin auf keinen Fall
unerwähnt lassen. Valentin Busch spielte nur sechs Spiele indieser Saison und muss sich mit einer negativen Plusminus – Statistik (-1) in die Sommerpause verabschieden. Doch bei Valentin sollte man über die Statistiken hinwegsehen und sein Spiel beobachten. Auch in den PlayOffs präsentierte er sich sehr selbstbewusst, machte kaum Fehler und konnte sogar ein paar Zweikämpfe gegen ausgewachsene DEL Profis gewinnen. Wenn Valentin Busch so weiter macht, wird es nicht verwunderlich sein, wenn er bald im Line Up der IceTigers auftaucht. Und das öfters als nur sechs Mal.

Philip Lehr: Lehr war diese Saison ein Mal im Tor der IceTigersPhilip Lehr.
Das war leider das absolute Desaster bei den Straubing Tigers. Nachdem Jochen Reimer sieben Tore kassiert hatte, musste Philip Lehr noch für das Achte einspringen. Dabei ist er so unauffällig gewesen, dass nicht ein Mal die Telekom Eishockey – Statistiker seine Spielminuten in die Statistik aufnahmen. Philip Lehrs Zeit wird kommen, doch noch ist es nicht soweit.

Und nun? Diskutieren über Geschehenes, nachdenken über Mögliches und freuen auf die nächste Saison der IceTigers. Nicht unerwähnt lassen sollte man die unglaublich starken Leserzahlen dieses Blogs, der selbstverständlich auch in der nächsten Saison weitergeführt wird. Danke dafür.

Fazit: Diese Mannschaft hatte das Zeug zur Meisterschaft. Die Mannschaft für die nächste Saison wird ebenfalls das Zeug zur Meisterschaft haben. Thomas Sabo, Martin Jiranek, Christoph Sandner, Rob Wilson – alle werden alles tun, um die Meisterschaft endlich nach Nürnberg zu holen. Wir haben ein unfinished business in unserer Stadt. Für die Experten und Facebookkommentardauernögler bleibt nur eins zu sagen:

Unsere Mannschaft hat unseren Support immer verdient, egal ob wir uns in einer 10 – Spiele – Siegesserie befinden, oder tief in der Krise stecken. Diese Jungs haben es verdient, auch in der kommenden Saison eine brechend volle Arena zu hören und zu sehen.

Und für die, die die nächsten Spiele schon jetzt nicht erwarten können, bleibt auch nur noch ein Satz in diesen Blog:

Bis zum Dolomiten Cup, IceTigers Fans! 

danboyleundich

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