„Zu Nürnberg gehört Glühwein und Lebkuchen“

Nein, heute war kein Spiel der Thomas Sabo Ice Tigers, auch wenn es beim Nordeingang kurz vor 9:45 Uhr so ausgesehen hat: So viele Zuschauer waren noch nie bei einem Public Practice. Auch die neuen Spieler zeigten sich überrascht von der Anzahl der Fans, die den Weg zum zweiten Wohnzimmer gefunden haben.

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Die Zuschauer füllten die komplette Haupttribüne und Teile der Nordkurve vollständig aus.

Bevor es tatsächlich mit dem öffentlichen Training losgehen konnte, schlüpften die Spieler aus Bayreuth und Weiden in die Rolle von Entertainern und hielten das Publikum bei Laune, bis die Mannschaft aufs Eis kam und Vorsicht: Es gab Applaus beim Einlauf der Mannschaft – und das in Nürnberg, bevor die Saison überhaupt richtig losging.

Mit dem Applaus begrüßte Christian Rupp zum ersten Mal in der neuen Saison die Fans und stellte das Programm des Tages vor, welches noch ein unerwartetes Talent hervorrufen wird.

Ohne Patrick Reimer, Colten Teubert, Marco Pfleger und Tom Gilbert (Anmerkung: Gilbert wird, laut Martin Jiranek, erst am Dienstag zum Team stoßen) präsentierten die IceTigers den Warm – up – Drill, den 2 – on 2 – Drill, den 2 – on 1 mit Backchecker, ein 5 – on 0, eine D – Zone – Work, sowie ein Penaltie Shootout, dass der neue Russe im Team Eugen Alanov für sich entscheiden konnte, nachdem er sich ein hartes Battle mit Milan Jurcina geliefert hatte. David Steckel scheiterte nach einem (eher) künstlerischen Versuch und musste leider vorzeitig das Eis verlassen, bekam beim Abgang aber trotzdem lauten Beifall.

Doch das unerwartete Talent war weder David Steckel, noch Eugen Alanov, sondern der dritte Torhüter Josef Lala, der dem Publikum (vor allem beim 2 – on 1 mit Backchecker) im fünf – Minuten – Takt ein „Wow“ und großen Applaus entlockte.

Rob Wilson über Lala: „Er arbeitet hart und ist sehr gut, motiviert und immer voll bei der Sache. Er ist ein guter Goalie und wird immer besser werden“.

Andy Jenike hingegen verlor beim Penaltieschießen gegen Sportdirektor Martin Jiranek, der atemberaubende Manöver fuhr und war der Pechvogel des Tages.

Rob Wilson über Jenike: „Ja, Andy ist eben ab heute die Nummer 3. Kann man nichts machen (lacht).“

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Für Andy Jenike blieb beim Public Practice heute kein Applaus übrig.                             (Anmerkung: Bitte mit Humor nehmen!)

Taylor Aronson und Dane Fox sind zwar noch nicht lange in Nürnberg, dafür haben sie aber schon etwas von Glühwein, Lebkuchen und den Nürnberger Bratwürsten gehört. Dann kann bei den Beiden auch nichts mehr schiefgehen.

Wohlfühlen kann sich auch Petr Pohl, der nach zwei Stationen in der DEL (Eisbären Berlin und ERC Ingolstadt), seinen dritten Halt in Nürnberg macht.

Petr Pohl: „Ich bin nun erst seit einer Woche in Nürnberg, aber bisher gefällt mir alles recht gut. Die Stadt ist schön, die Mannschaft ist toll – und ab heute kann Ich mir auch sehr sicher sein, dass die Fans auch alle einen netten und sympatischen Eindruck machen. Ich bin vollkommen zufrieden“

Interessant war es beim Interview von Martin Jiranek, der über die Saisonziele ausgefragt wurde. Auch wenn er sich recht verhalten äußerte, kann man festhalten, dass sich an Zielen nichts verändert hat – man ist scheinbar nur vorsichtiger mit dem Wort „Finale“ und „Meisterschaft“ geworden, denn diese Wörter sind bislang noch nicht ein einziges Mal gefallen.

Martin Jiranek über die Saisonziele: „Wir müssen das Schritt für Schritt machen. Wir haben, wenn alles gut verläuft, eine gute Mannschaft, die sich in den TOP 6 etablieren wird und etablieren kann. Platz 4 – 6 sind auf alle Fälle realistisch. Wenn es so gut läuft, wie im letzten Jahr, können wir auch höhere Plätze erzielen – wir müssen aber auch aufpassen, dass wir uns nicht wieder nach Weihnachten drei enorme Verletzungen holen. Erstmal die PlayOffs erreichen und dann sieht man weiter. Das ist das erste Ziel. Nach 52 Spielen brauchst du viel Glück und viel Kraft, alles muss passen, damit du es weit bringen kannst.“

Neben dem Erklären des Saisonziels erwähnte Martin Jiranek noch, wie schade es um Jesse Blacker sei und das es keinen zweiten Jesse Blacker auf dem Markt gibt. „Wenn man Jesse hat, kann man glücklich darüber sein“, erzählte er den Zuschauern in der Arena. Kein Spieler ersetzt einen anderen in seiner Funktion und Stärke. Man hat im Sommer ein Team gebaut, das gut zusammenpasst.

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„Schritt für Schritt zum Ziel“, die Ansage von Martin Jiranek

Nach knapp 120 Minuten auf dem Eis, startete das Meet & Greet im Biergarten, bei dem die All – Inclusive –  Dauerkartenbesitzer die Möglichkeit hatten, die neuen Spieler kennenzulernen und die Alten wiederzusehen und sich über den Sommer und die Saison auszutauschen.

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Leo Pföderl (links) im Gespräch beim Meet & Greet 2017.

Schon in ein paar Tagen wird die Mannschaft in Südtirol beim Dolomitencup auftreten und sich zuerst mit dem EV Zug aus der Schweiz messen. Im Anschluss warten entweder die Adler aus Gap oder die Augsburger Panther. Eine Woche später geht es mit dem Flugzeug nach Sheffield, wo die IceTigers zwei Testspiele absolvieren werden.

Martin Jiranek über die Spiele in Sheffield: „Ich denke, das ist eine tolle Sache, da wir oft Zeit im Bus verbringen und wir hier auch Mal fliegen können. Das ist auch für die Spieler cool, mal etwas Neues zu machen.“

Am letzten Augustwochenende wartet dann der Mercedes Benz Cup mit dem ersten richtigen, anspruchsvollen, Testspiel gegen die Indianer aus Pilsen und dem EHC Kloten. Kurz bevor es zum Saisonstart nach Berlin geht, wartet noch ein Testspiel in Bayreuth auf das neue Team.

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Auch beim Mercedes Benz – Rent – Cup sind wir für Euch hautnah an der Bande dabei!

Die Fans sind heiß, die Mannschaft auch – dann kann es ja losgehen, mit der neuen Saison 2017/18!

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