Ein Orange – Trauma weniger!

„Oh, wie ist das schön“. Oh, wie ist das schön, eine Mannschaft zwei Mal hintereinander zu besiegen, die in orangefarbenen Trikots aufläuft. Oh, wie ist das schön, zu sehen, dass selbst die Kommentatoren in England den Sport emotionaler kommentieren, als alle Telekom Sport Kommentatoren und Experten zusammen. Und: Oh, wie ist das schön, einen Spieler zu haben, der bereits in den Testspielen absolute Motivation und Können beweist: Dane Fox. Schon während des Dolomiten Cups wurde er hier mit literarischen Meisterwerken belohnt. Doch anscheinend reicht ihm das nicht. Ob es das Überzahltor zusammen mit Petr Pohl und Philippe Dupuis war, die Assistenz für das Tor von Philippe Dupuis zusammen mit unserem Biest Milan Jurcina, der sich im ersten Spiel seinen ersten Punkt sicherte – oder das Tor zum 0:2 zusammen mit….ja, zusammen mit Philippe Dupuis! Und nicht zu vergessen: Das 4:2 von Dane Fox im zweiten Spiel – individuelle Glanzleistung.

Auch die Elite (#42 – #28 – #17) konnte endlich treffen: Steven Reinprecht verwandelte den 2:1 – Führungstreffer im zweiten Spiel. In den ersten drei Spielen blieb die erste Reihe recht unscheinbar und kam deutlich weniger zum Zug, als die drei Stars aus dem ersten Abschnitt (#74 – #91).

Bisher ab und zu unsicher präsentiert sich der neue Torhüter Niklas Treutle, der für Jochen Reimer kam, der in der neuen Saison die Farben des Erzrivalen aus Ingolstadt tragen wird (Anmerkung: Es ist wohl davon auszugehen, dass sich Jochen Reimer mit dem Wechsel keinen Gefallen getan hat. Timo Pielmeier scheint eine feste Position im Kader zu haben, sowie einen festen Stand bei den Fans. Einzige Chance von Jochen Reimer ist das Überzeugen von Lary Mitchel, wenn er seine Chance bekommt). 

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Jochen Reimer im Panther – Trikot. (Foto: ERC Ingolstadt)

Allerdings muss man auch betonen, dass Niklas Treutle vor allem im zweiten Spiel in England viel sichern konnte, als die Abwehr ihre Probleme hatte. Vor allem Patrick Köppchen und Oliver Mebus taten sich extrem schwer, sinnvolle und gute Aktionen zu schaffen. Oliver Mebus kam aber, im Vergleich zur letzten Saison, deutlich schneller zum ersten Treffer. War es das halbe Eigentor im ersten Heimspiel und der zu einfache Treffer im Halbfinale, ist es dieses Mal das Tor zur 3:1 – Führung der Ice Tigers in Sheffield.

Das Fazit zum neuen Torhüter muss deshalb noch etwas auf sich warten lassen. Auf der einen Seite steht ein extrem unsicherer und scheinbar auch hektischer Goalie hinter der Abwehr – auf der anderen Seite aber ist er (auch laut Spielern) ein starker Rückhalt, wenn die Pässe zu Fehlpässen werden und Fehler zu Breakaways. Im Laufe der Woche hat sich aber auch die Nervosität und die Hektik verbessert

Wenn die Vordermannschaft viel falsch macht, ist es für den Torhüter bekanntlich schwer, Ruhe zu bewahren und tolle Leistungen abzurufen.

Marco Pfleger über die Leistung von Niklas Treutle beim Dolomitencup: „Wir können froh sein, dass uns der Niklas so lange im Spiel gehalten hat. Wir wissen was wir verbockt haben. Ohne Niklas wäre das anders ausgegangen.“

David Steckel fehlte beim vierten Test. Der Grund dafür sind lediglich Probleme in der Wade. Das sollte kein langfristiges Problem darstellen. Das bedeutet auch, dass die Mannschaft der Ice Tigers (neben Colten Teubert, der operiert werden muss) tatsächlich wieder in voller Stärke auf dem Eis stehen kann.

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Steven Reinprecht und seine Reihe lässt noch Anderen den Vortritt! (Foto: Birgit Eiblmaier)

Es ist keinesfalls ein Wunder, dass es dem Team gelungen ist, die Sheffield Steelers relativ problemlos zu besiegen. Dafür ist das Niveau zwischen englischer und deutscher Eishockey Liga einfach zu unterschiedlich. Dennoch ist es für den Einen oder Anderen nervösen Fan sicher schön zu sehen, dass die Mannschaft doch eine vier – Tore – Führung halten kann.

Pass – Fehlpass – Pass -Fehlpass 

Ein Problem, dass wie in Südtirol, so auch in Sheffield zu beobachten war: Fehlpässe. Man hat stellenweise das Gefühl, dass die Stürmer nicht wissen, wann sie abspielen sollen und das die Abwehrspieler nicht wissen, wann sie abdrehen sollen und wann vorne auf sie gewartet wird. Während sich Spieler in Südtirol als stark präsentierten, spielten sie am zweiten Testwochenende wieder schlechter. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft das erste Mal vor heimischem Publikum präsentiert, wenn es in einer Woche beim Mercedes – Benz – Rent – Cup  langsam ernster wird.

Ernster? Ernster.

Das alle vier Spiele etwas seltsam waren, könnte auch etwas damit zu tun haben, dass sie nicht so ernst genommen wurden. Es ist nur der Dolomiten Cup und es sind nur zwei Spiele in Sheffield. Interessant wird es tatsächlich beim ersten Heimspiel gegen den EHC Kloten. Man kann eine gut gefüllte Arena erwarten, weshalb es sicher auch im Interesse der Spieler sein wird, ein möglichst gutes Spiel abzuliefern und bis zum Schluss motiviert und mit voller Power dabei zubleiben.

Bevor es dann langsam aber sicher in die Hauptstadt zu den Eisbären Berlin geht, erwartet uns noch das Stars and Skills, bei dem die Ice Tigers in der letzten Saison mit Marco Pfleger und Jesse Blacker zwei von drei Auszeichnungen abholen konnten. Für den härtesten Schuss könnte sich dieses Mal Milan Jurcina bewähren, die Hände wären möglicherweise mit Philippe Dupuis und Steven Reinprecht gut als Kandidaten besetzt. Einen ausführlichen Bericht über das diesjährige Stars and Skills gibt es direkt im Anschluss bei unseren Sportberichten.

Steelers TV

Last but not least: „Oh, wie ist das schön“. Ein Kommentator, der den Sport mehr lebt, als alle Kommentatoren von Telekom Sport zusammen. Ein Kommentator, der nahezu alle Spieler kennt und deren Namen aussprechen kann (Ausnahmen: Patrick Reimer (Patrick Riemer) und Andreas Jenike (Andreas Jenikie), ohne sich dreihundert Mal zu wiederholen. Der einzige Kritikpunkt ist der extrem hohe Preis: 10 ‎£ pro Spiel. Das sind 11.40 Euro. Etwas viel für 60 Minuten Eishockey. Bemerkenswert ist auch die Mentalität der Fans in England, die zwar während des Spiels eher leiser mitfiebern, bei Toren aber lautstark ihre Freude zu erkennen geben.

Und das Fazit vom Wochenende? Interessante Spiele mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und teils extrem wilder Spielweise. Man darf gespannt sein, wie sich die „neue“ Mannschaft von Rob Wilson in Nürnberg präsentieren wird.

Nicht vorenthalten möchte Ich Euch wieder wunderschöne Bilder von Birgit Eiblmaier:

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