„Mit viel Glück und ein bisschen Verstand!“

Auswärts scheint es in dieser Saison bisher besser für die Mannschaften zu laufen. So auch bei der zweiten Runde, in der viel zu beobachten war – und das nicht nur bei den THOMAS SABO Ice Tigers. So verlor München im Heimspiel relativ deutlich mit 0:4 gegen Ingolstadt. Erwähnenswert deshalb, weil Jochen Reimer im Tor stand und damit erfolgreicher als Timo Pielmeier ist (bislang zumindest). Sieben Treffer auswärts sind schon fast unmöglich. Anders sahen das Berlin und Augsburg. Berlin war in Bremerhaven überlegen und ging mit einem 2:7 – Sieg vom Eis, Augsburg drehte dank eines starken Überzahlspiels das Spiel in Krefeld auf 5:7. Weniger spektakulär waren die weiteren Spiele, die aber allesamt mit einem Auswärtssieg für Mannheim und Düsseldorf endeten. Ein reines Auswärts – Spektakel: Bis das erste Heimspiel in der ARENA Nürnberger Versicherung anstand.

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Gelungene Choreo zum Saisonauftakt der THOMAS SABO Ice Tigers! [Foto: Birgit Eiblmaier]
Mercedes – Benz – Arena 2.0 

Das erste Drittel scheint nicht das favorisierte Drittel der Nürnberger zu sein. Wie schon in Berlin passte kein Pass und das erste Tor durfte das gegnerische Team feiern. Viel zu einfach kamen die Iserlohn Roosters in das Angriffsdrittel und viel zu einfach wurde Jenike, der zum zweiten Mal in Folge im Tor stand, zu Höchstleistungen angetrieben. Aber auch Jenike änderte nichts daran, dass die Iserlohn Roosters in der ersten Überzahlsituation zum Torerfolg kamen. Eine Minute vor Schluss des Drama – Drittels kam dann zum Glück eine glückliche Glückssituation (nicht die Einzige im gesamten Spiel). Yasin Ehliz passte auf Patrick Reimer, welcher Taylor Aronson ins Spiel brachte, der Mathias Lange überwinden und die Ice Tigers zum Ausgleich bringen konnte.

Rob Wilson:„Ich denke, Iserlohn hat sehr gut gespielt und uns im ersten Drittel unter Druck gesetzt. Ich war in der ersten Pause alles andere als glücklich, die Spieler haben im zweiten Drittel aber gut reagiert. Ich denke, wir sind heute etwas schlampig mit der Scheibe umgegangen und waren in einigen Bereichen nicht so gut.“

Das zweite Drittel: DAS neue Drittel? 

Schon ganz anders als im ersten Drittel (exakt wie in Berlin) trat das Team von Rob Wilson im zweiten Drittel auf und begeisterte bereits nach zwei Minuten die Ränge: Philippe Dupuis nach dem Zuspiel von Dane Fox und Oliver Mebus zum 2:1 – sowie das erste Überzahltor der Saison von Marco Pfleger, nachdem Zuspiel von Philippe Dupuis und Petr Pohl zur 3:1 – Führung in der 26. Spielminute. Schön zu sehen war auch, dass das Agieren in Überzahl deutlich besser aussah, als im ersten (verschlafenen) Drittel. Wenn hier schon ein Name nach dem Anderen abgefeuert wird, können wir auch nach dem zweiten Drittel zu den 3 – Stars kommen: Andreas Jenike, Marco Pfleger und Dane Fox, der sich exakt mit jedem auf dem Eis anlegte, außer mit Mathias Lange.

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Andy Jenike und Marco Pfleger: Zwei drei Three Stars des Spiels! [Foto: Birgit Eiblmaier]
Mit viel Glück und ein bisschen Verstand!

Drittes Drittel und eine drei – Tore – Führung, in der sich die Heimmannschaft relativ sicher fühlte – relativ. Bis zu dem Zeitpunkt, indem die Iserlohn Roosters plötzlich Gas gaben, sehr oft gefährlich vors Tor kamen und am Ende den lautesten Moment des Spiels hervorriefen: Patrick Köppchen verhindert das Tor zum 3:2, in dem er für Andy Jenike einspringt und ein paar Sekunden später wieder voll als Verteidiger zur Stelle war. Wer hat den Puck zu dem Zeitpunkt nicht schon im Tor gesehen? Richtig: Alle – die Halle „tobte“ und „bebte“ für ein paar Augenblicke. Ähnlich knapp wurde es noch ein Mal fünf Minuten vor Schluss des Spiels – auch dieses Mal ging alles glatt. Alles glatt ging auch bei Yasin Ehliz, der den Puck aus dem eigenen Drittel beförderte und problemlos zum 4:1 – Entstand in das leere Tor schoss. Alles andere als zufrieden war Jari Pasanen, der Trainer der Iserlohn Roosters, der sich doch tatsächlich darüber beschwerte, dass sein Spieler auf dem Eis in einer Rille ausgerutscht war. Wäre er standhaft geblieben, wäre es dennoch beim Sechs – Punkte – Wochenende geblieben – viel Aufregung um absolut nichts.

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Damit sind die Ice Tigers zusammen mit den Adler Mannheim und den Augsburger Panthern die Verbliebenen, die noch keinen Punkt liegen gelassen haben. Besonders negativ lief es dieses Wochenende für die Grizzlys Wolfsburg, die ohne einen einzigen Punkt in die Saison starten. Die Pinguins Bremerhaven, die Iserlohn Roosters und die Krefeld Pinguine sichern sich jeweils einen Punkt aus zwei Spielen. Auch der Meister bleibt zusammen mit Schwenningen auf zwei Zählern.

Fazit: Die Fans der Ice Tigers können sehr zufrieden sein. Nicht viele hatten mit einem Sechs – Punkte – Wochenende gerechnet. Umso wichtiger ist es, jetzt am Boden zu bleiben. Es läuft nicht alles rund, viel läuft mehr in die Richtung „eckig“. Es gibt viel zu tun und viel, worauf sich die Fans freuen dürfen. Beispielsweise auf das nächste Heimspiel (Freitag, 19:30 Uhr) gegen die Düsseldorfer EG, bei dem die Ice Tigers die alleinige Tabellenführung übernehmen könnten. Am Sonntag geht es dann weiter in der bereits ausverkauften Lanxess Arena gegen die Kölner Haie (16:30 Uhr).

Bis dahin: Stolz sein, prahlen und grinsen. 

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