„Zwei Minuten zu viel!“

Dunkelheit breitete sich Schritt für Schritt in der Arena aus. Schwaches, tiefblaues Licht lud zum Raubtier – Duell. Mehr als der Kampf zwischen Panthern und Tigern stand das Duell der Brüder im Raum. Das Duell zwischen dem Kapitän und dem Torwart. Ein Duell, zu dem es nicht gekommen ist. Patrick Reimer beobachtete das Aufwärmen seiner Mannschaft von der ersten Reihe hinter der Bank aus. Aber auch seine Mitspieler haben sich nicht mit den Kräften seines Bruders messen können. Timo Pielmeier bekam den Vortritt vor Jochen Reimer und das obwohl den Torhütern der Panther bisher immer ein volles Wochenende zustand. Es bleibt abzuwarten, ob es in dieser Saison überhaupt einmal zum Kräftemessen der Reimers kommen wird.

Torloser Start mit vielen Chancen

Bereits in den ersten Minuten präsentierte sich die Mannschaft von Rob Wilson stark und setzte die Panther konstant unter Druck. Das führte zu zwei beachtlichen Chancen für Steven Reinprecht, der ein bisschen Pech hatte und das Springen des Pucks nicht rechtzeitig unter Kontrolle brachte. Einen Anteil daran hatte auch Tom Gilbert, der vom positiven Start profitierte und den Puck mehrmals im offensiven Drittel halten konnte. Schade ist nur, dass sich Gilbert direkt nach den ersten Minuten wieder schwer tat und einige Fehler machte.

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Starker Start für die Mannschaft – auch dank Tom Gilbert. [Foto: Bianca Ebenhöch]

Im Verlauf des ersten Drittels kam es zu zwei Torchancen für die Panther. Dazu kam es aber erst nach zehn Minuten. Davor hatte die Abwehr sehr konsequent gespielt und nichts zugelassen. Beide Male konnte Niklas Treutle das Tor mit einer starken Parade verhindern. So auch beim harten Schuss von Thomas Greilinger in der ersten Überzahlsituation der Heimmannschaft. Kurz vor Schluss des ersten Abschnitts kam es dann zur dritten Torchance für Steven Reinprecht. In der 36. Spielminute war es ein exzellentes Zusammenspiel mit Yasin Ehliz. Auch in dieser Situation war Pielmeier der Gewinner des Duells.

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Zwei schwache Minuten zu viel

Im Mittelabschnitt war es dann Benedikt Schopper, der auf die Strafbank musste. Im Laufe des Überzahlspiels kam es zu einer unübersichtlichen Situation vor Timo Pielmeier. Leo Pföderl behielt den Überblick und schob zum 0:1 ein. Die Schiedsrichter Marc Iwert und Sirko Hunnius wollten sich die Situation, völlig zurecht, noch ein Mal im Videobeweis ansehen. Das änderte aber nichts an der verdienten Führung, die durch den Alleingang von Petr Pohl hätte erhöht werden können. Pielmeier war schon bezwungen, der Pfosten blieb aber das Hindernis. Im Anschluss kam es leider völlig unnötig zu zwei schwachen Minuten der Ice Tigers. Im Überzahlspiel passte Dane Fox zu ungenau und eröffnete dadurch Mike Collins den Weg zum Nürnberger Tor. Laurin Braun bezwang Niklas Treutle beim zweiten Nachschuss endgültig zum 1:1. Nur zwei Minuten später war es dann Thomas Greilinger, der Treutle mit einem unhaltbaren Schuss überwinden konnte. 2:1 war der Pausenstand nach dem zweiten Drittel und das obwohl man so sicher im Spiel war.

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Kurzer Aussetzer der Mannschaft mit Konsequenzen. [Foto: Bianca Ebenhöch]
Ein bisschen Schuss muss sein

Bereits im Laufe des zweiten Drittels stellte Rob Wilson die Paare in der Abwehr um. Marcus Weber spielte mit Milan – Tom Gilbert mit Patrick. Unmittelbar nach dem Start in das finale Drittel wurde Dane Fox mit zwei Minuten für seinen hohen Stock bestraft, musste die Strafbank aber nach 40 Sekunden wieder verlassen. Der Puck landete mit etwas Glück hinter Treutle. Auch hier bestätigte der Videobeweis das 3:1 durch Laliberte. Für die rund 3.500 Zuschauer war das Spiel damit entschieden, nicht aber für David Steckel, der in Zusammenarbeit mit Taylor Aronson und Milan Jurcina auf 2:3 verkürzte. Sechs Minuten waren noch auf der Uhr. Die Mannschaft aber kam viel zu langsam in die nötigen Druckphase. Auch ohne Torwart und mit sechs Feldspielern änderten die IceTigers nichts mehr am Ergebnis, auch wenn David Steckel beinahe seinen zweiten Treffer hätte landen können.

David Steckel war auch das komplette Drittel über daran interessiert, das Spiel auszugleichen und setzte alles daran, mit dem Vorhaben auch erfolgreich zu sein. Allerdings war er einer der Wenigen, die mit voller Kraft daran gearbeitet haben. Erst zwei Minuten vor Schluss war die benötigte Geschwindigkeit und die schnell kommenden Schüsse zu sehen.

Zu Brandon Prust

Wenn man die acht Spiele Revue passieren lässt fällt auf, dass oft ein Spieler fehlt, der die Mannschaft zusammenhält und geschlossen zum Ziel führt. Patrick Reimer scheint diese Aufgabe bislang nicht ausreichend erledigen zu können – schon gar nicht, wenn er auf der Tribüne im Publikum sitzt. Im dritten Drittel hat eine Persönlichkeit auf dem Eis gefehlt, welche den Umschwung einleitet. Auch wenn es Steckel versucht hat – erfolgreich war er damit nicht. Möglicherweise hätte es Brandon Prust geschafft. Auch in der letzten Saison war er oft der Spieler, der in schlechteren Phasen während des Spiels geholfen hat. Auch wenn es in der NHL nicht geklappt hat, halte Ich ein Comeback allerdings  für unrealistisch. Für ihn ist (leider) kein Platz in der Mannschaft.

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Dramatisch umkämpfte Punkte bleiben in Ingolstadt! [Foto: Bianca Ebenhöch]
Fazit

Ausgeglichen war es, das Derby in dem kaum Rivalität auf den Rängen, dafür aber auf dem Eis zu sehen war. Nürnberg hatte das Spiel in der Hand und hätte lediglich konstant weiterspielen müssen. Ausschlaggebender Punkt waren leider die zwei Minuten, in denen Ingolstadt zu zwei Treffern kam. Eine sehr starke Leistung zeigten Philippe Dupuis, Steven Reinprecht und David Steckel.

Das Wochenende brachte also drei Punkte. Spannend wird es auch diese Woche. Das nächste Spiel wartet schon morgen Nachmittag gegen Bremerhaven. Am Freitag kommt es dann auch wieder zum großen Schlager beim Heimspiel gegen München, ehe es am Sonntag nach Straubing geht. Wenn die IceTigers neun Punkte holen möchten, muss sich vieles verbessern – vor allem gegen München.

Und bis dahin: Freie Meinungsäußerung! 

@_oliverwinkler_

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

klas, der einen Zwei – auf – Eins – Konter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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