„Echte Männer tragen pink!“

Für die meisten Menschen ist das einfach nur eine Farbe. Eine Farbe, welche nun schon seit über vierzig Jahren zur deutschen Sprache gehört. Es ist ein Farbton, der vieles bedeuten und symbolisieren kann. Pink ist mädchenhaft, sanft, verliebt und steht oftmals für Schwärmerei. Doch was ist, wenn es in unserem Leben auf ein Mal alles andere als sanft und bequem ist? Was ist, wenn etwas in unser Leben kommt, das alles auf dem Kopf stellt. Uns täglich seelischen und körperlichen Schmerz bereitet – uns nicht schlafen, hoffen – und möglicherweise auch nicht leben lässt. Pink kann aber auch anders sein. Kräftige Pink Töne wirken ausdrucksstark und anregend. Pink ist im Oktober vor allem auch eine Farbe, die Kraft geben soll und die aufmerksam machen soll und das mit einem Ziel: Sämtliche Krebserkrankungen zu sensibilisieren und Geldspenden zu akquirieren. Lasst euch nicht irritieren. Steht auf – macht mit – macht aufmerksam – macht stark und kämpft mit. Für Menschen, für welche die Farbe pink nicht nur Liebe und Wohlfühlen ist. Denn das sind meistens die größten Engel auf Erden. 

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Der unfassbare Charme der Strafbank!

Mehrere Stunden habe ich damit verbracht, die Strafbank der Gäste zu studieren um zu verstehen, warum das der beliebteste Ort im ersten Drittel war. Umso enttäuschter war ich dann, dass ich keinen Grund finden konnte. Es war keine bildhübsche Dame, die das Türchen öffnete (ohne den sicher sehr netten Mann kränken zu wollen). Sehr bequem sah es dort auch nicht aus. Und dennoch waren sich Nichlas Torp, zusammen mit Brett Festerling und Patrick Buzas in den ersten zehn Minuten sehr sicher, dort hinzuwollen. Nur Oliver Mebus machte den Anschein, als würde er nicht aus eigenem Willen Platz nehmen. Das waren aber bei Weitem noch nicht Alle. Auch Tom Gilbert war scheinbar so interessiert wie ich und behinderte seinen Gegenspieler, um das Rätsel zu lüften. Es war anscheinend nichts Besonderes, da es ab dem zweiten Drittel nur noch zwei Spieler ausprobierten. Neben den vielen Strafen fielen im ersten Abschnitt – nur so nebenbei – fünf Tore. Schon nach einer Minute war es Michael Hedden, der Jenike mit ein bisschen schwedischer Hilfe überwinden konnte. Und dann kam er schon wieder: Thomas Gilbert. Das dritte Tor in Folge, bei dem Gilbert assistierte. Schon beim absoluten Topspiel war er an beiden Toren beteiligt und auch in Straubing schob er den Puck zu Brandon Segal, der den heimischen Torhüter erstmals überwinden konnte. Die Mannschaft von Bill Stewart, euphorisiert vom ersten Treffer, arbeitete weiter und schoss mit dem Schlagschuss von Maurice Edwards und dem zweiten Überzahltor von Michael Conolly in eine 3:1 – Führung. Keine zwanzig Sekunden vor Schluss war es David Steckel, der sich im Chaos vor Vogl zurechtfinden und zum 3:2 „einstochern“ konnte.

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Kein leichtes Drittel für Jenike, der drei Mal hinter sich greifen musste! [Foto: Birgit Eiblmaier]
Vogl raus!

Hätte Steckel das Tor zum 3:2 nicht geschossen, wäre es ziemlich sicher anders verlaufen. Das Team von Rob Wilson, der unerwartet aktiv auf der Bank kommandierte, tauschte im Mittelabschnitt die Rollen mit den heimischen Raubtieren und kam durch den Spieler zurück, der es mehr als nur „einfach so verdient“ hat, Tore verwandeln zu dürfen. David Steckel verabschiedete Sebastian Vogl aus dem Tor. Es ist bekannt, dass sich Sebastian Vogl bislang alles andere als bewährt hat. Das aber mehr als 50% der Zuschauer im Stadion applaudieren, weil sie ihren Torhüter endlich los sind, ist alles andere als Rückhalt und Support. Das Verhalten der Zuschauer war auch schon allein deshalb unverständlich, weil auch Dimitri Pätzold hinter sich greifen musste und das zwei Mal binnen einer Minute. Steven Reinprecht drehte das Spiel – Patrick Buzas setzte nach. Sicher ist es das erste Saisontor für Patrick Buzas. Umso mehr ist es aber auch das Ergebnis harter Arbeit und von unglaublich kontinuierlichem Engagement, welches Buzas schon von Beginn an zeigt.

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Rollentausch im zweiten Drittel! [Foto: Birgit Eiblmaier]
Ein bisschen Glück muss sein!

Die letzten zwanzig Minuten sind schnell zusammengefasst: Im letzten Abschnitt waren es dann „ein bisschen“ Glück und drei starke Paraden von Andy Jenike, die drei Punkte nach Nürnberg bringen. Unverdient wäre zumindest der Punkt für die Straubinger nicht gewesen, an dem sie volle zehn Minuten mehr als nur gekratzt hatten.

Die Stars in the Rink!

Auch wenn der Buchstabe des Kapitäns auf der Brust von Brandon Segal steht, ist es David Steckel, der seit dem Ausfall von Patrick Reimer immer voll arbeitet und sich unermüdet dafür einsetzt, dass seine Mannschaft das Tor trifft und Punkte holt. Schon in Ingolstadt war es der Anführer der finalen Druckphase. Das Topspiel am Freitagabend und das schwere Spiel in Straubing bestätigten nochmal, dass David Steckel unangefochten zu den three Stars der Woche gehört.

Das er keine Checks fahren kann stimmt. Das er zahlreiche Puckverluste hat, stimmte auch. Nur das scheint nicht mehr der aktuellen Form von Marcus Weber zu entsprechen. Mit Übersicht und Fokus steht er in den hinteren Reihen und ist momentan – wer hätte das erwartet – einer der Solidesten in der Abwehr. Während sich erfahrene Verteidiger im Spiel gegen Straubing schwer getan haben, war es Weber, der Ruhe bewahrte. Und dabei soll es nicht bleiben. Auch wenn Stress vor dem Tor entsteht ist er zur Stelle und zeigt Präsenz. Marcus Weber hat es, ohne Frage, verdient hier aufgelistet zu werden. Für die IceTigers und für ihn bleibt zu hoffen, dass es beim Aufwärtstrend bleibt.

500. DEL – Spiel und das erste Tor der Saison hätten hier sicher auch Platz gefunden. Tom Gilbert aber hat ebenfalls Stärke bewiesen und gezeigt, dass er sich langsam aber sicher dem Stil der Deutschen Liga angepasst hat. In Ingolstadt hatte seine Performance noch zu Wünschen übrig gelassen, seit dem Spiel gegen München ist aber auch Gilbert in der Saison angekommen. Sicher ist bei ihm noch viel Luft nach oben. Wenn er so weiter macht, wird er diese Lücken aber bis zur heißen Phase füllen können.

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Fazit und Vorschau

Es sind neun Tore gefallen und das aus dem Nichts. Alle drei Torhüter zeigten eine eher schlechtere Leistung. Nürnberg kann froh sein, drei Punkte aus dem Spiel mitgenommen zu haben und wieder auf dem ersten Platz zu stehen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Rob Wilson und seiner Mannschaft die besten Spieler fehlten. Es bleibt zu hoffen, dass Yasin Ehliz und Patrick Reimer schnell wieder zurückkommen.

Das nächste Heimspiel wartet am Freitag, gegen die Krefeld Pinguine, ehe es am Sonntag nach Wolfsburg geht. Aus Wolfsburg gibt es dann auch wieder den nächsten Blog und Interviews.

Bis dahin: Hormone sind scheiße. 

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Statement zu Noris United

Es kann sein, dass manchen Lesern im vorletzten Blog aufgefallen ist, dass die Gruppierung Noris United namentlich erwähnt wurde – und das nicht im positiven Sinne. Im Intro, welches heute zu Recht der pinken Farbe galt, wurde auf einen taffen Herrn eingegangen. Ob er nun taff ist – oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht persönlich kenne. Taff ist bei Noris United aber mit Sicherheit einer, der wohl der Brandon Prust der Südkurve ist. Und das nicht, weil er die Südkurve zusammenschlägt, sondern versucht zusammenzuhalten und Konflikte zu lösen. Vermittler und Security in einer Person. Viele werden sicher wissen, wen ich meine. Und dieser eine Prust ist sicher nicht der taffe Herr, der hier erwähnt wurde. Und der letzte Satz soll allen Fans und Gruppen gewidmet sein: Feiert die Mannschaft zusammen, arbeitet zusammen und fügt euch zusammen.

@_oliverwinkler_

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