„Fox – Teubert – wild!“

Schon im Viertelfinale, welches uns über die Iserlohn Roosters ins Halbfinale brachte, wusste er, dass sein Gegner sein zukünftiges Zuhause werden würde. Am 19. April 2016 war es dann offiziell: Colten Teubert wird ein Ice – Tiger!

„Wir sind sehr froh, dass sich Colten Teubert für einen Wechsel nach Nürnberg entschieden hat“, sagte Ice Tigers-Sportdirektor Martin Jiranek. „Er wird unsere Abwehr in der kommenden Saison stabilisieren und die physische Komponente stärken.“

Und das tat er mit einer solchen konstant starken Leistung, dass er über 37 Spiele zu den wichtigsten Bausteinen der Nürnberger Defensive zählte. Doch dann kam es zu seiner Bandscheiben – Verletzung, die uns bis heute daran hindert, sein Talent zu beobachten. Als wenn das nicht reichen würde, teilte er uns am Mittwoch via soziale Medien mit, dass bei seiner Frau eine lebensbedrohliche Fehlbildung im Hirn festgestellt wurde. Ein Schicksalsschlag, den so kein Mensch verdient hat. Umso enttäuschender ist es, dass sich ein so wichtiger Spieler eine Arbeit suchen muss, um seine Familie zu ernähren, während wir alle sehnsüchtig auf seine Rückkehr warten […].

#teuberttough

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„Pfosten, Fox, Tor!“ [1. Drittel]

Es ist das vierte Mal in dieser Saison, dass ein Drittel an Ereignislosigkeit nicht zu überbieten war. Die erste interessante Aktion kam tatsächlich dann, als sich alle 3800 Zuschauer die anderen 3799 Zuschauer genau eingeprägt hatten: Haarfarbe, Körpergröße, Körbchengröße (leider auch bei Männern), Bartwuchs, Schuhe und Kleidungsstil. Doch dann kam auf einmal Leo Pföderl zum Puck, nachdem Taylor Aronson diesen an drei Wild Wings ins Drittel befördert hatte und störte doch alle Anwesenden beim Beobachten des Nachbarn und der Hallenkonstruktion. Die heimischen Zuschauer konnten zunächst durchatmen, als Pföderl nur den rechten Pfosten traf. Der rechte Pfosten aber lenkte den Puck direkt auf die Kelle vom wartenden Dane Fox, der nicht lange fackelte und den Puck ins halbleere Tor einschoss: 1:0 – aus dem Nichts.

Gefolgt vom zweiten Pfosten – Treffer Pföderls und einer Chance von Uli Maurer, die von Tom Gilbert entschärft wurde, waren das die einzigen nennenswerten Aktionen aus den ersten zwanzig Minuten.

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Dane Fox auf dem Weg zu besseren Leistungen und dem Tor zum 1:0! [Foto: Birgit Eiblmaier]

Sehr stark präsentierte sich auch John Mitchell, der nach seinem erfolgreichen Debüt nicht nachgelassen hat. Schon im ersten Spiel gegen die Kölner Haie war er aktiv und erarbeitete sich bereits in den ersten zehn Minuten auf europäischem Eis drei Chancen, die mit einem Treffer hätten enden können. Auch in Schwenningen zeigte er, dass er die Mannschaft von Rob Wilson einen Schritt weiter bringen kann.

Wenn die aktuelle Leistung nur die Zeit zum Eingewöhnen ist, dürfen wir uns auf viele fantastische Aktionen freuen. Und nicht nur das: Die Verpflichtung ermöglicht wichtigen Schlüsselspielern eine Pause, wenn die Kraft nicht mehr ausreicht. Das könnte vor allem für David Steckel und Steven Reinprecht von Vorteil werden. Vom Nachteil ist das für die Abwehrspieler. Das Nichlas Torp bei Mitchells Premiere und in Schwenningen aussetzen musste, ist unglücklich.

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Viele Chancen, gute Übersicht: Starker Start von Mitchell! [Foto: Thomas Hahn]
„Gebt dem Jungen seinen Schläger!“ [2. Drittel]

Zwei Minuten zurücklehnen konnte man sich im zweiten Drittel doppelt. Marcus Weber und Taylor Aronson boten Pat Cortina und seiner Mannschaft volle vier Minuten in Überzahl. Mehr als zwei Mal Bein stellen war dann aber echt nicht mehr drin. Stattdessen musste man hin und wieder auch mal Dustin Strahlmeier unter Beschuss nehmen, der im zweiten Drittel hauptsächlich beim bescheidenen Spielaufbau seiner Vordermänner mithelfen musste.

Patrick Reimer versuchte es mit zwei Schüssen: Der erste verfehlte das Tor, beim zweiten Mal war Strahlmeiers Faust zu Hand. Während in der Pressebox lautstark über Strahlmeiers Wechsel in die NHL debattiert wurde, hatte er erneut seinen Schläger aus der Hand gegeben. Ein Blick – zwei Blicke – drei Blicke und dann war er sich sicher: Er kann ihn aufheben und wieder mit voller Montur bei der Sache sein. Währenddessen hatte sich Brett Festerling dazu entschieden, den Puck in der Rundung dankend anzunehmen und sein erstes Saisontor mit drei Assists zu schießen (assistiert von Marcus Weber, Patrick Reimer und Dustin Strahlmeier). Das Spiel hatte bis zu dem Zeitpunkt Hand und Fuß. Die Mannschaft von Rob Wilson durfte zwei Mal ins halbleere Tor schießen, beobachten und warten.

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2:0 nach dem zweiten Drittel – Dustin Strahlmeier mit Fehlern! [Foto: Birgit Eiblmaier]
„Der Lebkuchen ist gegessen!“ [3. Drittel]

Es war schon fast zu einfach. Dane Fox hat keinen Dustin Strahlmeier vor sich und kann in aller Ruhe zum 0:1 einschieben. Auch Brett Festerling musste nicht viele Zauberkünste entfachen, um seine Chance zum 0:2 zu verwandeln. Konnte es sein, dass die Mannschaft, die vor Kurzem einen Punkt aus Mannheim mitnahm, noch einmal alle Kräfte mobilisiert? Sie versuchten es zumindest. Es fehlte nahezu immer an Präzision, von fehlendem Willen konnte man aber keinesfalls sprechen.

Dieser Wille schien aber in der 47. Spielminute zu Ende zu sein. Yasin Ehliz startete mit Petr Pohl in den spielentscheidenden Konter: Ehliz passte fast schon zu spät vor dem Tor quer auf Pohl, der den Puck doch noch hinter die Linie brachte. Man kann dem Eismeister der Helios Arena sicher keinen Vorwurf machen, die Verankerung des Tores konnte dem Druck von Strahlmeiers Schoner nichts mehr entgegenbringen und löste sich vom dem Eis. Während sich nahezu alle Schwenninger Kollegen im Presseraum sicher waren, dass das Tor nicht zählen wird, entschieden Christopher Hurtik und Markus Schütz zu Recht auf 0:3.

Der Lebkuchen war gegessen, die Punkte waren verteilt – oder?  Immerhin waren noch dreizehn Minuten zu spielen und in einer solchen Zeit kann viel passieren – manchmal zu viel des Guten. Will Acton und Mirko Sacher brachten die Heimmannschaft auf ein (verdammtes) Tor heran und die Headcoaches zum Schwitzen. Nicht in der Overtime schwitzen wollte David Steckel, der den Puck 15 Sekunden vor Ablauf der Zeit zum finalen 2:4 ins Tor bugsierte.

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Kein Spieler ist momentan so konstant stark wie Philippe Dupuis: Schon während der ersten Spiele entwickelte er sich zu einem Spieler, der entscheidende Situationen entstehen lassen und verwandeln kann. Acht Tore und fünf Assists schmücken seine ausnahmslos positiven Statistiken aus. Dupuis braucht zwar viele Anläufe und Chancen, bis der Puck im Tor landet, dennoch kann er mit einer Schusseffizienz von 20 Prozent mehr als zufrieden sein. Auch wenn seine Reihe mit Brandon Segal und Dane Fox als zweite Formation aufläuft, ist sie momentan die Beste und Gefährlichste.

Dane Fox zählt auch zu den drei besten Spielern der Woche. Nachdem sein Elan und seine Power in den letzten Spielen kontinuierlich schlechter wurde, fand er in der Partie gegen die Kölner Haie zu sich und entfachte nach der genialen Aktion mit Philippe Dupuis, die zum 5:2 führte, sein Feuer aus den Sommer – und Startmonaten.

Auch verdient hier zu stehen hätte es Brandon Segal, der Platz soll aber dem Kapitän Patrick Reimer gehören, der nach mehr als vier Wochen wieder zurück auf dem Eis ist und die momentan beste Mannschaft in der Deutschen Eishockey Liga führt. Beim Warm – Up ist nicht nur ein breites Grinsen beim Spieler des Jahres zu sehen. Auch dieser krampfhafte Wille, der Reimer über viele Spiele blockiert hat, scheint verschwunden zu sein. Das Tor zum 2:2 war ein Anfang vom persönlichen Start eines Patrick Reimer in die neue Saison. He’s back! 

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In der November Pause starten wir dann zusammen mit der Nationalmannschaft, Leo Pföderl und Yasin Ehliz durch: Zusammen mit dem Radio Partner afk max und der zweitgrößten tschechisch – slowakischen Online – Plattform der Sportmedia GmbH wird es während des Deutschland Cups Berichte, Blogs und Interviews geben. Davor haben wir aber noch zwei Etappen: nächste Woche den Red Blog und dann der letzte Eintrag vor der Pause aus Mannheim.

Und bis dahin: Stay strong Tubes! 

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Aufruf:

Die Taka – Tuka – Ultras und Noris United planen vor dem kommenden Heimspiel gegen Augsburg (31.10.2017) einen Fanmarsch von der Gaststätte Dutzendteich zur Arena. Dabei wird es eine besondere Überraschung geben. Erst am Tag des Marsches wird aufgeklärt. Fakt ist, jeder der sich da nicht die Zeit nimmt, wird sich [Achtung: Zitat!]  „mehrfach in den Arsch beißen“. Treffpunkt ist um 12 Uhr an der Gaststätte Dutzendteich.

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